Landrat Dr. Andreas Ebel unterzeichnet eine Richtlinie, mit der der Landkreis Gifhorn die Ansiedlung freiberuflicher Hebammen und Entbindungspfleger unterstützen möchte.

Landrat Dr. Andreas Ebel unterzeichnet eine Richtlinie, mit der der Landkreis Gifhorn die Ansiedlung freiberuflicher Hebammen und Entbindungspfleger unterstützen möchte; (vorne links im Bild: Stefanie Winter, Kreisvorsitzende Gifhorn, Hebammenverband Niedersachsen e.V., vorne rechts im Bild: Christine Gehrmann, Leiterin der Stabsstelle Demografie)

Landkreis unterstützt Ansiedlung von Hebammen

veröffentlicht: am 21.02.2019     Presseinformation


Mit einem neuartigen Ansatz unterstützt der Landkreis Gifhorn die Ansiedlung freiberuflicher Hebammen und Entbindungspfleger und bietet bessere Rahmenbedingungen für die Ausübung des Berufs. Landrat Dr. Andreas Ebel unterzeichnet eine entsprechende Richtlinie, die ab sofort in Kraft tritt.

„Wir stellen mit dieser Richtlinie Weichen für den weiteren Ausbau einer familienfreundlichen Infrastruktur in unserem Landkreis, denn für junge Familien ist eine gute Betreuung rund um Schwangerschaft und Geburt  das A und O der Familiengründung. Daher habe ich mich besonders für die Unterstützung freiberuflicher Hebammen eingesetzt, denn ihre Arbeit ist  u.a. der Schlüssel dazu“, so Landrat Andreas Ebel anlässlich der Unterzeichnung der Richtlinie. Schon die Vergabe von zwei Stipendien an Hebammen in  Ausbildung trage dazu bei, die Anwerbung von Hebammen im Landkreis zu fördern.

Im Rahmen eines Austauschgespräches mit freiberuflichen Hebammen aus dem Landkreis stellte Ebel die Richtlinie den anwesenden Hebammen vor, die sich hocherfreut über die Würdigung ihres Berufstandes und der Arbeit zeigten.

Mit der Richtlinie, deren Grundlagen der Kreistag im Dezember 2018 zustimmte, sind folgende Leistungen verbunden:

  • Förderung der Neuanwerbung von Hebammen- Existenzgründungszuschuss für die Niederlassung  als freiberufliche Hebamme/ Entbindungspfleger im Landkreis Gifhorn: Zum Aufbau einer freiberuflichen Hebammenpraxis in einer Gemeinde im Landkreis Gifhorn  gewährt der Landkreis Gifhorn  in der Zeit  der Existenzgründung einen  Gründungszuschuss in Höhe von bis zu 1.500,00 €.
  • Ausbildungsbegleitung für Hebammen/ Entbindungspfleger: Zur Begleitung und Förderung der praktischen Ausbildung von Hebammen, der sog. Externate, gewährt der Landkreis Gifhorn ausbildenden Hebammen eine Entschädigung. Hiervon verspricht sich der Landkreis den sogenannten „Klebeeffekt“. Aus der Vergangenheit ist bekannt, dass nach einer guten Ausbildung Neuansiedlungen dort erfolgen, wo schon Kontakte bestehen und gute Erfahrungen gemacht worden sind.
  • Förderung der beruflichen Fortbildung freiberuflich tätiger Hebammen/  Entbindungspfleger: Der Landkreis Gifhorn bezuschusst  Pflichtfortbildungen, die Hebammen/ Entbindungspflege leisten müssen. Geplant ist hier, Fortbildungen über die zukünftige Hebammenzentrale zu organisieren, damit die Hebammen kurze Wege und weniger Kosten für ihre Fortbildungen aufbringen müssen. „So haben sie mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit und wir unterstützen sie dabei!“ – so Kreisrat Rolf Amelsberg.

Die aktuelle Versorgungssituation im Landkreis ist weiterhin nicht ausreichend. Abgesehen von Engpässen im Helios-Klinikum (der Kreissaal musste im Dezember 2018 für eine Woche geschlossen werden) klagen auch die freiberuflichen Hebammen über die Not zu vieler schwangerer Frauen, eine Hebammenbetreuung zu organisieren.

Zur Entspannung soll die im Mai avisierte Einrichtung der Hebammenzentrale beitragen. Ein gezieltes Suche/Biete- Verfahren soll dazu beitragen, Doppelbuchungen zu vermeiden und unkompliziert eine Vermittlung z.B. von Schwangerschaftsgymnastik, Wochenbettbetreuung  oder Rückbildungskursen zu organisieren.

Weitere Informationen zur Richtlinie sind erhältlich beim Fachbereich Gesundheit – Herr Hüller- Tel. 05371/82-710 oder maik.hueller(at)gifhorn.de sowie bei der Gleichstellungsbeauftragten Christine Gehrmann, Tel. 5371/82-386 oder gleichstellungsbeauftragte(at)gifhorn.de