Kreisausschuss beschließt die Fortsetzung von Projekten in der Integrationsarbeit

veröffentlicht: am 25.03.2021     Presseinformation

Der Kreisausschuss im Landkreis Gifhorn setzt sich für die Projekte der Stabsstelle Integration ein. Nachdem die Förderrichtlinien des Landes Niedersachsens eingestellt wurden und damit Gelder seitens des Landes für bereits geplante Projekte fehlten, entschied der Kreisausschuss nun, die Lücke mit Mitteln des Landkreises Gifhorn auszugleichen.

Landrat Dr. Andreas Ebel erklärt: „Die Integration der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gifhorn ist wichtig. Die Projekte, die jetzt verstärkt durch den Landkreis finanziert werden, werden in erster Linie von engagierten Ehrenamtlichen durchgeführt. Ich bedanke mich für die Arbeit der Ehrenamtlichen und bin froh, dass wir dieses Engagement weiterhin unterstützen können.“

Unterstützung des Bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe

Hier werden Aufwandsentschädigungen an Ehrenamtliche erstattet, die Geflüchtete bei allen Fragen der Integration im Alltag begleiten. Dazu wurde eine Richtlinie verabschiedet, die die Erstattung transparent gestaltet. Mit der Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit bringt die Kommune ihre Wertschätzung zum Ausdruck und unterstreicht die Wichtigkeit der Arbeit. Es wurden 21.000 Euro im Haushalt zur Verfügung gestellt. Das Angebot erreicht ca. 500 Menschen durch Gruppenangebote und 200 Personen durch Einzelbetreuung.

Integrationslotsen

Seit 2007 engagieren sich deutsche und zugewanderte Ehrenamtliche, die ihre eigenen Integrationserfahrungen an Neuzugewanderte weitergeben möchten, für Einzelpersonen und Familien mit Migrationshintergrund und nutzen ihre muttersprachlichen und kulturellen Ressourcen. Zunehmend werden sie von Hauptamtlichen aus Behörden und Institutionen angefragt, da eine Überwindung von kulturellen und sprachlichen Barrieren ohne die Unterstützung von „Kulturdolmetschern“ nicht immer möglich ist. Der Landkreis übernimmt neben der Aufwandsentschädigung nun auch die Kosten der zukünftigen Qualifizierungsmaßnahmen und die regelmäßige fachliche Begleitung der Integrationslotsinnen und Integrationslotsen. Die Stabsstelle Integration hat die koordinierende Funktion und arbeitet mit den Kooperationspartnern l!fe-concepts und Caritas eng zusammen. 39 Lotsen sind aktiv; es werden ca. 100-150 Personen erreicht. Für das Projekt sind in diesem Jahr 14.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden.

MiMi-Projekt-Migranten für Migranten

Das Projekt zur Gesundheitsprävention, seit 2008 in Kooperation mit dem Ethno-Medizinischem Zentrum e.V. durchgeführt, wird in der Stabsstelle Integration weitergeführt. Es verfolgt das Ziel, Menschen anderer Herkunft in muttersprachlichen Veranstaltungen kultursensibel über Themen der Gesundheitsförderung und -prävention sowie über das deutsche Gesundheitssystem aufzuklären. Dafür engagieren sich im Landkreis Gifhorn qualifizierte Migrantinnen und Migranten in 18 Sprachen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag, um auf soziale Ungleichheiten zu reagieren, die nachweislich durch Sprachbarrieren entstehen. Der Landkreis Gifhorn übernimmt hier eine weitere Teilförderung in Höhe von 3000 Euro; das Gesamtvolumen des Projektes beläuft sich auf 8.250 Euro. In 20-25 Veranstaltungen werden 250-300 Interessierte erreicht.