„Aktionsplan Inklusion“ im Landkreis Gifhorn nimmt Fahrt auf

veröffentlicht: am 21.01.2019     Presseinformation

Der Landkreis Gifhorn hatte am vergangenen Donnerstag, 17. Januar, zu einer Auftaktveranstaltung für die Erstellung eines kommunalen „Aktionsplans Inklusion“ eingeladen. Der Große Musiksaal in der Kreisvolkshochschule Gifhorn war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Landrat Dr. Andreas Ebel die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßte.

 

120 Anmeldungen registrierte die Stabstelle Demografie auf die Einladung zu dieser Veranstaltung, sodass nach Ablauf der Anmeldefrist sogar einigen Interessierten abgesagt werden musste. Landrat Dr. Andreas Ebel zeigte sich begeistert von der enormen Resonanz: „Das Thema Inklusion ist ja bereits seit einigen Jahren Gegenstand des gesellschaftlichen Dialogs. Im Landkreis Gifhorn arbeiten wir schon seit Längerem intensiv an der Steigerung der Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen und haben Fortschritte erzielt. Dennoch ist es für die weitere nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von Betroffenen wichtig zu wissen, wo noch Verbesserungspotential steckt. Darum haben wir zur Teilnahme aufgerufen – und viele Bürgerinnen und Bürger sind dieser Einladung gefolgt.“

Den Eröffnungsvortrag hielt die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen, Petra Wontorra. Sie ermutigte die Teilnehmenden, sich bei der Erstellung des kommunalen Aktionsplans einzubringen und auf diese Weise zur Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen und deren gesellschaftlicher Teilhabe beizutragen. Ein besonderes Lob zollte sie dem Behindertenbeirat im Landkreis Gifhorn e.V. und insbesondere seinem Vorsitzenden, Hajo Hoffmann, der sich nicht nur auf kommunaler, sondern auch auf Landesebene äußerst engagiert für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetze.

Nach den einleitenden Worten verteilten sich die Teilnehmenden, unter denen sich Betroffene, Angehörige und Vertreter aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe ebenso befanden wie Abgeordnete des Gifhorner Kreistages und anderer Parlamente, Mitarbeitende aus Kommunen sowie Delegierte aus Verbänden und Institutionen, auf insgesamt sechs Workshops mit den Überschriften „Erziehung und Bildung“, „Bauen und Wohnen“, „Arbeit und Beschäftigung“, „Mobilität“, „Freizeit und Sport“ sowie „Gesundheit und Pflege“. Hier entstanden zahlreiche angeregte Diskussionen, wurden Wünsche und Forderungen geäußert und die ein oder andere kreative Idee zu Papier gebracht.

Am Ende der Veranstaltung zeigten sich Ausrichter und Teilnehmende zufrieden und überzeugt, dass mit diesem gelungenen Auftakt ein toller Startschuss für eine breit gefächerte Diskussion über die Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen im Landkreis Gifhorn abgegeben wurde. Ein erstes Ergebnis dieser Bemühungen wird dem Kreistag des Landkreises Gifhorn Mitte des Jahres vorgestellt, wenn sich die Abgeordneten mit der abschließenden Fassung des „Aktionsplans Inklusion im Landkreis Gifhorn“ befassen werden.