Eichenprozessionsspinner

veröffentlicht: am 10.05.2019     Wirtschaft und Wohnen
10.05.2019  bis  31.05.2019

Der Eichenprozessionsspinner wird bekämpft - aktueller Sachstand 10.05.2019

Im Landkreis Gifhorn beginnt voraussichtlich am Montag, den 13. Mai die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Der Schwerpunkt der Bekämpfungsaktion wird in der Samtgemeinde Brome liegen.

Die Bekämpfung wird aus der Luft und vom Boden aus durchgeführt. Das  Entwicklungsstadium der Raupen und der Blattaustrieb der Eichen haben jetzt einen Stand erreicht, der eine erfolgreiche Bekämpfung möglich macht. Der Zeitpunkt wurde in enger Abstimmung mit den Fachleuten der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt Göttingen festgelegt.

Vorausgesetzt, dass auch die passenden Wetterbedingungen für eine Bekämpfung per Hubschrauber  herrschen (kein Regen, nicht viel Wind, wenig UV-Strahlung) ist der Beginn der Bekämpfung im Landkreis Gifhorn voraussichtlich ab Montag, den 13.05.2019 geplant.

Eine Bekämpfung ist erforderlich, da die Raupe des Eichenprozessionsspinners ab ihrer dritten Entwicklungsstufe giftige Brennhaare entwickelt, die beim Menschen und auch bei Tieren zu allergischen Reaktionen führen können.

Dabei werden an einigen Straßen die mit der Raupe befallenen Eichen mit dem biologischen Wirkstoff bacillus thuringiensis behandelt. Dieses Mittel wird mit Hilfe eines Hubschraubers von oben auf die Eichen gesprüht und von den Raupen mit den Eichenblättern verzehrt. Es muss aktiv durch Blattfraß aufgenommen werden und bewirkt durch Umwandlung im Darm die Austrocknung der Raupen. Bei Menschen ist das biologisch abbaubare Mittel wirkungslos.

Der Einsatz des Hubschraubers macht es notwendig, die jeweilige Straße, an der die Behandlung der Eichen durchgeführt wird, kurzfristig zu sperren. Nach Beendigung des Flugeinsatzes und dem Abtrocknen des Wirkstoffes können Straßen, Geh- und Radwege wieder ohne Einschränkungen genutzt werden. Die Sperrung wird in der Regel einen Zeitraum von ungefähr 15 Minuten umfassen.

Folgende Flächen und Straßen sind durch den Hubschraubereinsatz betroffen, die Karten können auch in den Verwaltungen der Städte und Samtgemeinden eingesehen werden.

Durch den in niedriger Höhe fliegenden Hubschrauber können Weidetiere (insbesondere Pferde, Kühe) aufgeschreckt werden, so dass Verletzungsgefahr für die Tiere besteht. Tierhalter werden deshalb gebeten, sich über die Befliegung zu informieren und am Tage der Befliegung ihre Tiere anderweitig unterzubringen.

Neben den Eichen in Ortsnähe werden auch größere Waldflächen der Anstalt Niedersächsische Landesforsten behandelt. Diese Flächen liegen in der Samtgemeinde Brome und sind hier einzusehen. Diese Flächen sind für 12 Stunden nach der Behandlung gesperrt und dürfen nicht betreten werden.

 

Ansprechpartner

Als Ansprechpartner für weitere Fragen, insbesondere zu gesundheitlichen Fragen, steht der Amtsarzt, Herr Josef Kraft, unter der Telefonnummer 05371 82-700 und für veterinärbezogene Fragen der Amtstierarzt, Herr Dr. Mario Ruppert, 05371 82-391 zur Verfügung. Ansprechpartner für Ihre Stadt, Einheitsgemeinde oder Samtgemeinde finden Sie hier.

 

Insektenförderung in Garten und Landschaft

Wie Sie den Bestand von Insekten im eigenen Garten und in der Landschaft selbst fördern können, erfahren Sie hier.

 

Weitergehende Informationen

Weitergehende Informationen zum Thema Eichenprozessionspinner können hier eingesehen werden.

 

Allgemeinverfügung

Die Allgemeinverfügung des Landkreises Gifhorn zur Abwendung gesundheitlicher Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner kann hier eingesehen werden.