Ergebnisse der 2. Verkehrsinfrastrukturkonferenz im Landkreis Gifhorn

veröffentlicht: am 23.04.2019     Presseinformation

Am 07. Februar 2019 hat die 2. Verkehrsinfrastrukturkonferenz im Landkreis Gifhorn stattgefunden. Der Rittersaal des Gifhorner Schlosses war voll besetzt und hat bei den Bürgerinnen und Bürgern guten Anklang gefunden. In den drei verschiedenen Dialoggesprächen zur K 114 wurden viele Anregungen und Ideen an die Kreisverwaltung herangetragen. Sämtliche vorgebrachten Wortmeldungen sowie eine Zusammenfassung zu dieser Veranstaltung können Sie in den beigefügten Anlagen einsehen.

Im Nachgang zu dieser Veranstaltung hat bereits ein erstes Abstimmungsgespräch mit Vertretern der Samtgemeinde Isenbüttel, der Gemeinde Isenbüttel, der Stadt Gifhorn, der Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) und der Kreisverwaltung stattgefunden. Die Ergebnisse der Workshops wurden ausgewertet und ein weiterer Fahrplan abgestimmt, um gemeinsame Maßnahmen an der K 114 auf den Weg zu bringen.

Hierzu sind in einem ersten Schritt Arbeitsgruppen mit Vertretern der zuvor genannten Gebietskörperschaften gebildet worden. Als weitere wichtige Institutionen werden perspektivisch auch die Stadt Wolfsburg, Volkswagen, die Allianz für die Region sowie die IHK Lüneburg-Wolfsburg in die weiteren Planungen mit eingebunden.

In der Sitzung des Ausschusses für Verkehr, ÖPNV und Straßenbau am 25.04.2019 werden erste Vorschläge für Maßnahmen unterbreitet und die Ergebnisse noch einmal vorgestellt.

Kurzfristig sind auch schon erste Maßnahmen in diesem Jahr realisierbar. So ist an den beiden Knotenpunkten K 114/K117 (Tankumseekreuzung) und K114/K118 (Moorstraßenkreuzung) ein Austausch der bisherigen Lichtsignalanlagen vorgesehen. Die derzeitigen Ampeln entsprechen einem veralteten Standard. Die neuen Ampeln werden demgegenüber mit weitergehenden Funktionen ausgestattet sein. So besteht zukünftig die Möglichkeit, die Lichtsignalanlagen mit einem Sender-Empfänger System auszustatten, um beispielsweise eine ÖPNV-Bevorrechtigung an diesen Kreuzungen einzuführen. Auch können die Radfahrer/-innen besser bedient werden. Eine Erweitung der Lichtsignalanlagen zu einem späteren Zeitpunkt ist ebenfalls möglich, sofern weitere Fahrbahnspuren gebaut werden sollten

Bezüglich eines möglichen Radschnellweges zwischen Gifhorn und Wolfsburg oder auch „kleineren“ Lösungen finden Abstimmungen zwischen den Gebietseinheiten statt.

Auch in Bezug auf die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sind Ideen in der 2. Verkehrsinfrastrukturkonferenz angeregt worden. Hier ist die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) gerade dabei, u. a. Konzepte zur besseren Werbung für die bestehenden Buslinien zu erarbeiten. Außerdem wird erörtert, ob neue Buslinien sinnvoll sein könnten.

Wichtige Impulse gab es zudem vom Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Dr. Bernd Althusmann, der in seinem Vortrag während der 2. Verkehrsinfrastrukturkonferenz auf die Zukunft des autonomen Fahrens eingegangen ist. Inzwischen ist ein Antrag des Landkreises Gifhorn auf Aufnahme der K 114 von Gifhorn nach Wolfsburg als Testfeld / Pilotprojekt für das Autonome Fahren gestellt worden.

Landrat Dr. Ebel freut sich über die entstandene Dynamik, die durch die 2. Verkehrsinfrastrukturkonferenz bezüglich der meist befahrenen Kreisstraße bereits jetzt in Gang gekommen ist. „In alle Richtungen (Motorisierter Individualverkehr, Radverkehr, ÖPNV) wird derzeit geprüft, wie eine Verbesserung des Verkehrsflusses auf der K 114 erfolgen kann. Mit den hier vorgestellten ersten Maßnahmen kann bereits ein erster Schritt in diese Richtung getan werden. Unabhängig davon werden weitere bauliche Konzepte erarbeitet und ich bin zuversichtlich, dass davon auch einiges realisiert werden kann.“